Welpenaufzucht
Ein Welpe ist wie der Anfang aller Dinge – Wunder, Hoffnung, ein Traum von Möglichkeiten
Geburt im Wurfzimmer
Die ersten drei Wochen ihres Lebens wachse die Welpen in einem meiner zwei Wurfzimmer auf, die mit Liebe zum Detail eingerichtet sind. Darin befindet sich u. a. eine große Wurfkiste in der die Hündin ihre Welpen bequem und ungestört zur Welt bringen kann. Diese wird mit weichen Vet-Beds und Kuscheldecke ausgelegt dass die Welpen immer trocken und weich gebettet liegen.
Nachdem ich direkt im Wurfzimmer neben der Wurfkiste schlafen kann, steht die Hündin schon während der Geburt und die Welpen von Anfang an unter stetiger Beobachtung. Mir ist es sehr wichtig, die kleinen in der ersten und kritischen Zeit genau im Blick zu haben und ein Herzensbedürfnis, dass die Hündin unbeschwert in ihrer Mutterrolle aufgehen und ihre "Weißwürste" seelenruhig versorgen kann.
Wenn die Welpen alt genug sind (ca. 4./5. Woche) pflegen sie ebenso Kontakt zu anderen Menschen jeden Alters und Hunden, um sie dadurch bestmöglich zu sozialisieren und auf ihr neues Leben vorzubereiten.

Umzug in den Welpenbereich
Ab der 3./4. Lebenswoche ziehen die Welpen in ihren geräumigen Welpenbereich um, welcher noch mehr Platz zum herumtoben bietet. Durch den engen Kontakt, den die Welpen im Wohnbereich zu mir haben, kommen sie frühzeitig mit den verschiedensten Alltagsgeräuschen wie beispielsweise Radio, Staubsauger, Telefon, Fernseher, Spühlmaschine, Rasenmäher usw. in Kontakt.
Vom diesem Areal aus gelangen sie direkt in den Ourdoobereich, der tagsüber nach Lust und Laune genutzt werden kann. Durch verschiedene Untergründe wie beispielsweise Wiese, Pflaster, Teppich, Hackschnitzel, Kies oder Gitterroste etc. werden die kleinen Pfötchen möglichst bald daran gewöhnt und gleichzeitig die Trittsicherheit und Motorik gefördert.
Die unterschiedlichen Spielgeräte wie z. B. Bällebad, Tunnel, Wippe, Dosenspiel aber auch Alltagsgegenstände wie Stühle, Liegen, Besen, Gießkanne & Co. laden die kleinen ein, ihre Umwelt neugierig und spielerisch zu erkunden. Wenn das Wetter mitspielt, bekommen Sie auch einen "Welpenpool" um das Element Wasser frühzeitig und ohne Furcht kennen zu lernen und zu erforschen.
In den ersten vier Wochen haben die Welpen ausschließlich Kontakt zu ihrer Mutter und zu mir - zu den anderen Rudelmitgliedern nur, sofern die Mutterhündin es zulässt. Auch dann beginnt für gewöhnlich erst die Zeit der Welpenbesucher um sich ihr neues Familienmitglied unter meiner kompetenten Beratung auszusuchen.




Fütterung während der Aufzucht
In der Regel werden die Welpen von der Mutter bis zum beginn der 3. Lebenswoche voll gesäugt. Dann beginne ich üblicherweise mit der Zufütterung, in ausnahmefällen auch etwas früher. Angefangen wird mit Rindertatar, das ist am besten verträglich, wenige Tage später wird auf Rinderhackfleisch umgestellt, das enthält mehr Fett und liefert zudem wertvolle Energie für ein gesundes und gleichmäßigrs Wachstum. Nach und nach wird der Speiseplan mit verschiedenen Fleischsorten und den üblichen BARF Komponenten wie Obst, Gemüse, Knochen, Eier & Co. erweitert. Neben dem heiß begehrten Welpenbrei der aus Quark, Haferflocken und Ziegenmilch besteht gibt's aber immer noch Nachschlag an Mama's Milchbar.
Bisher haben ausnahmslos alle Hündinnen bis zur Abgabe gesäugt. Dies kommt den Welpen gesundheitstechnisch natürlich durch die enthaltenen Antikörper in der Muttermilch zu gute und fördert ein starkes Immunsystem. Die Welpen erhalten nach bestem Wissen und Gewissen so auf natürliche Weise den optimalen Start in ein gesundes und artgerechtes Hundeleben von mir.
Da nicht alle Welpeneltern später BARFen möchten, werden die Welpen ebenfalls an ein hochwertiges Nass- & Trockenfutter gewöhnt. So kennen sie auch zum Auszug diese Futterkomponenten und müssen nicht noch auf ein anderes Futter umgestellt werden, was den kleine Organismus unnötig belastet. Denn wie heißt es so schön: "Never change a running system."


Gesundheitliche Untersuchungen & Co.
Selbstverständlich sind die Welpen zum Auszug mehrfach entwurmt, geimpft, gechipt, audimetrisch untersucht (AEP = Hörtest auf Taubheit) und vom Zuchtwart kontrolliert. Sie erhalten eine Ahnentafel vom Dalmatiner Verein Deutschland e.V., einen EU-Heimtierausweis (Impfpass) und ein umfangreiches Welpenpaket.
Für Interessenten im Ausland ist durch die neuen Einreisebestimmungen die Vermittlung der Welpen erst ab der 15./16. Lebenswoche mit einer gültigen Tollwutschutzimpfung möglich. Diese kann frühestens mit 12 Wochen erfolgen, danach muss eine 21-tägige Wirksamkeitsfrist eingehalten werden, bevor der Welpe ausreisen darf. Gerade glücklich bin ich als Züchter darüber nicht, denn so ist die wichtige Prägephase fast vorbei und die Welpen müssen dadurch viel länger als üblich beim Züchter verweilen, was zudem für den Züchter mit sehr viel zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden ist. Dennoch finden wir auch hierfür eine passende Lösung für alle Beteiligten.

Das Welpenpaket
Die neuen Welpeneltern erhalten folgens:
- Kaufvertrag
- Ahnentafel vom DVD e.V.
- Auf Wunsch eine VDH-Ahnentafel (Auslandsanerkennung)
- EU-Heimtierausweis
- Welpenheft vom DBD. e. V.
- Welpenleitfaden von Castellum Collis DalmaNi
- Kopie des Wurfabnahmeprotokolls
- Kopie des AEP Ergebnis
- Futterplan
- Startpaket mit Leine, Halsband, Spielzeug, Kuscheldecke, Leckerlis und einigen Gutscheinen, u. a. von PassionN & CaNis BARF Beratung


Wünsche für meine Welpen
Ein persönliches und vorheriges Kennenlernen der zukünftigen Welpeneltern (oft noch bevor der Wurf geplant ist) hat für mich oberste Priorität. Ich möchte als Züchter das Gefühl haben, dass man sich vorher genau überlegt hat ob ein Welpe, der viel Zeit, Geduld, Konsequenz und Erziehung benötigt, überhaupt in das Leben passt und keine "Kurzschlussreaktion" ist.
Was ich mir wünsche ist nicht viel, nur dass sich die künftigen Welpeneltern vorher ein wenig mit den rassespezifischen Eigenschaften des Dalmatiners auseinandersetzen und sich der großen Herausforderung und Verantwortung bewusst sind, was es bedeutet einen Welpen groß zu ziehen und ihm die bestmögliche Struktur und Sicherheit in jeder Situation zu bieten. Ich wünsche mir ein liebevolles, artgerechtes zu Hause mit Konsequenz und Verlässlichkeit, im Idealfall für ein Hundeleben lang!
Für mich ist es nicht erforderlich, dass genügend Erfahrung mit Dalmatinern existiert, allerdings ist es essenziell, dass bei wenig Hundeerfahrung regelmäßig eine geeignete Hundeschule bzw. Trainer besucht wird oder zumindest die von mir mit an die Hand gegeben Kontakte ggf. auch zum Einzeltraining genutzt werden. Sein Sie sich bitte bewusst, dass ein Dalmatiner nichts für bequeme Couch-Potatos ist und er fortlaufend eine faire, konsequente und liebevolle Erziehung benötigt.
Auf Wunsch stehe ich auch nach dem Auszug meinen Welpeneltern Gewiss mit Rat und Tat zur Seite. Ich freue mich, wenn ich mit den neuen Besitzern weiterhin in Kontakt bleibe, sie mich besuchen, mir Bilder oder Feedbacks schicken und mich weiterhin an der Entwicklung meiner Tupfenkinder teilhaben lassen. Auch so manche Dalmatinerfreundschaften unter den Welpenkäufern aus den verschiedenen Würfe sind so schon in meiner Zuchtstätte entstanden.